Ausstellungsarchiv "Flosse mal drei"


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Vernissage "flosse mal drei"


06.September bis 08.November 2009 flossemaldrei
"Flossemaldrei" ist die nächste Ausstellung im d-52.raum für zeitgenössische kunst. Lisa Glauer (Berlin), Stefan Heizinger (Salzburg), Andrea Raak (Wuppertal), Elisabeth Schmirl (Salzburg) beschäftigen sich in der Ausstellung auf unterschiedliche Weise mit Wirklichkeitsperspektiven und individueller Wahrnehmung. Die in Berlin lebende Künstlerin Lisa Glauer setzt sich in ihren meist großformatigen Bildern mit der Dialektik zwischen der subjektiv erlebten Intimsphäre und der rational geregelten Öffentlichkeit auseinander. Aus ungewöhnlichen Perspektiven rückt sie den Körper ins Bild und stellt den Blickpunkt des Betrachters dadurch in Frage. Lisa Glauer, Scissors Stefan Heizinger geht es um das Sichtbarmachen von Emotionen. Bezugspunkte für seine Bilder sind Fotografien. Im malerischen Prozess beginnt sich das Bild von der Vorlage zu lösen: Es verselbstständigt sich und bewegt sich zwischen Wirklichkeit und Vorstellung. Zentraler Aspekt Heizingers Arbeit ist die Rolle des Wahrnehmens und Herstellens von Bildern. Stefan Heizinger, Twiggy weint Knut Die Wuppertaler Bildhauerin Andrea Raak schafft Skulpturen aus Terrazzo, einem alten Kunststein, der sich gezielt durch Metallkonstruktionen und die Pigmentierung des Materials beeinflussen lässt. Die hier präsentierte Fluke, die Schwanzflosse des Wales, ist nicht standortgebunden, sie taucht, verschiedentlich inszeniert an unterschiedlichen Kunstorten auf. Durch den Transfer in die Kunst gelangt sie in ein neues Bedeutungsfeld und ist nicht mehr nur unbrauchbarer Rest des Walfangs. Andrea Raak, Fluke Wartende in U-Bahnstationen, Fahrgäste, Museumsbesucher. Elisabeth Schmirl schlägt in ihren jüngsten Malereien einen Umgang mit Zeit vor. Ihre Darstellerinnen (in vielen Fällen handelt es sich um weibliche Hauptfiguren) scheinen es nicht eilig zu haben, sondern vermitteln den Eindruck, sie haben sich, wiewohl an öffentlichen Orten des Durchquerens und Reisens, eingefunden, um sich eben dort aufzuhalten. Mitten in der Öffentlichkeit haben sie für sich einen privaten Raum gefunden, Platz genommen, erscheinen darin versunken, selbstvergessen, nachdenklich.

Elisabeth Schmirl, o.T.



Öffnungszeiten bei laufender Ausstellung
Freitags 17:00 bis 19:00 Uhr
Sonntags 15:00 bis 17:00 Uhr



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