Ausstellungsarchiv "Zwischenzeit"


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12.August bis 04.September 2011 Zwischenzeit

Vernissage "Zwischenzeit"




Das Thema der Dekonstruktion von Architektur durch die Natur findet sich im fotografischen Werk von Johannes Dreuw, das nun vom 12. August bis zum 4.September in der Einzelausstellung „Zwischenzeit“ im d-52.raum für zeitgenössische kunst als Kooperationsprojekt mit Temporary Projects Essen gezeigt wird. Die Faktoren Zeit, Witterung und Material beschäftigen den Künstler in seinem Werk. Dreuw wählt als Bildmotiv Bunker des Atlantikwalls aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese bestehen aus Stahlbeton. Stahlbeton erfüllt mit seiner Materialeigenschaft als beständiger und robuster Baustoff die rein funktionalen Ansprüche, die mit dieser fortifikatorischen Architektur verbunden sind. Demgegenüber stellt der Künstler das Wasser, was weich und bewegt um die Bunker fließt. Aber getrieben von Wind und den Gezeiten nimmt es auch diesen Bauwerken- ehemals als (fast) unzerstörbarer Schutz gegen Angriffe gedacht – ihre Funktionalität und architektonische Struktur. Die Bauwerke werden somit von der Natur dekonstruiert und lösen sich in ihr mit der Zeit auf. Der Anspruch der Beständigkeit wird mit der Auflösung der Architektur also obsolet. Im Prozess der Dekonstruktion lässt sich außerdem das Hier und Jetzt - die „Zwischenzeit“ - erkennen. Der Künstler dokumentiert den Verfall eines Bautypus und ermöglicht damit dem Betrachter die Position eines Beobachters, der um die Vergänglichkeit und die damit verbundene Ohnmacht gegenüber der Natur und Zeit weiß. Abweichende Öffnungszeiten: Sonntags 14-17 Uhr (der Künstler ist anwesend)


Öffnungszeiten bei laufender Ausstellung
Freitags 17:00 bis 19:00 Uhr
Sonntags 15:00 bis 17:00 Uhr



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